Holzfassaden Teil 2
Natürlich durchdacht: Die Holzfassade in der Praxis (Teil 2)
Holzfassaden stehen für eine einzigartige Verbindung aus natürlicher Ästhetik, funktionalem Witterungsschutz und nachhaltiger Bauweise. Nachdem wir uns in Teil 1 mit Holzarten, Vorteilen und Einsatzbereichen beschäftigt haben, geht es jetzt um die Praxisfragen: Pflege, Lebensdauer, Aufbau, Wirtschaftlichkeit – und sinnvolle Alternativen.
Heute geht es weiter mit Teil 2: Pflege, Konstruktion, Kostenvergleich und nachhaltige Alternativen.
Pflege & Lebensdauer: Wie lange hält eine Holzfassade?
Je nach Holzart, Konstruktionsweise und Pflege kann eine Holzfassade 30 bis über 80 Jahre halten. Besonders geeignet sind Lärche, Douglasie oder Accoya, da sie sehr widerstandsfähig gegenüber Feuchte und Schädlingen sind. Wichtig für eine lange Lebensdauer:
- Eine hinterlüftete Konstruktion zur Vermeidung von Staunässe
- Regelmäßige Kontrolle auf Schäden durch UV-Strahlung, Wind oder Insekten
- Je nach Holzart: Lasur, Öl oder Vergrauung zulassen
Tipp: Einmal im Jahr inspizieren, besonders an Wetterseiten oder Gebäudekanten.
Konstruktion & Montage: Worauf es ankommt
Eine professionelle Ausführung entscheidet über Langlebigkeit und Funktion. Das bedeutet:
- Hinterlüftete Fassadenkonstruktion mit Abstand zur Dämmung
- Geeignete Unterkonstruktion (z. B. Aluminium oder Konstruktionsholz)
- Tropfkanten, Schutzprofile und entsprechende Holzschutzmaßnahmen
Auch die Wahl des Fassadenprofils spielt eine Rolle – Rhombusleisten, Boden-Deckel-Schalung oder offene Lamellen beeinflussen Wirkung & Belüftung.
Kosten & Wirtschaftlichkeit
Die Kosten hängen stark von der gewählten Holzart, Oberfläche und Unterkonstruktion ab. Grobe Richtwerte:
| Ausführung | Kosten pro m² (ca.) |
|---|---|
| Einfache Holzverkleidung (z. B. Fichte, unbehandelt) | 80 – 130 € |
| Dauerhaftere Hölzer (z. B. Lärche, Douglasie) | 130 – 200 € |
| Thermo- oder modifizierte Hölzer inkl. Montage | 200 – 350 € |
Hinweis: Ein professioneller Aufbau erhöht zwar die Kosten, senkt aber langfristig die Pflegeaufwände und steigert den Werterhalt.
Alternativen zur Holzfassade: Was sind die Unterschiede?
Wer den natürlichen Look möchte, aber weniger Pflegeaufwand wünscht, kann folgende Alternativen in Betracht ziehen:
- Faserzementplatten: robust, pflegeleicht, mit Holzoptik
- Metallfassaden: modern, langlebig, aber teurer
- WPC-Profile: Kunststoff-Holz-Mix, witterungsstabil
Dennoch gilt: Echte Holzfassaden überzeugen durch ihre natürliche Ausstrahlung, die mit künstlichen Alternativen nur schwer erreicht wird.
Nachhaltigkeit & Ökobilanz
Holz als Baustoff ist nachwachsend, CO₂-speichernd und regional verfügbar. Wer auf PEFC- oder FSC-zertifizierte Hölzer setzt und Wert auf eine emissionsarme Produktion legt, verbessert die Umweltbilanz zusätzlich. In Kombination mit reversibler Montage und ökologischer Dämmung entsteht eine rundum nachhaltige Gebäudehülle.
Praxisbeispiele & Inspiration
Ob Einfamilienhaus, Anbau oder Sanierung: Holzfassaden passen sich flexibel an viele Bauformen an. Einige Beispiele aus unseren Projekten:
- Anbau mit vertikaler Rhombus-Schalung in Lärche
- Sanierung mit horizontaler Boden-Deckel-Schalung
- Gartenhaus mit offener Lamellenverkleidung
Sie planen ein Projekt mit Holzfassade?
👉 Jetzt Kontakt aufnehmen oder unsere Referenzen entdecken.
Zimmerei Feger – Holzbau. Nachhaltig. Schön.